Zum Inhalt springen
Museen im Kulturzentrum RendsburgHistorisches Museum und Druckmuseum

Objekt des Monats

Bauteil der Rendsburger Straßendrehbrücke

Januar 2012

Herkunft und Datierung: Rendsburg, 1913

Dieses auf den ersten Blick etwas eigenartig anmutende Stück Stahl sammelte Christian Ladewig kurz nach dem Abriss der Rendsburger Straßendrehbrücke 1965 auf und brachte es vor einigen Monaten in die Museen im Kulturzentrum (von ihm stammt auch die Beschriftung auf dem Bauteil). Wahrscheinlich handelt es sich um ein Verbindungsstück zwischen zwei Stahlträgern, die an dieser Stelle zusammengenietet waren. Das Bauteil ist mit grauer Schutzfarbe bestrichen.

Die Drehbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal (bzw. damals noch Kaiser-Wilhelm-Kanal) wurde 1913 vom Ingenieur Friedrich Voß (der ebenfalls die Eisenbahnhochbrücke errichtete) gebaut, jedoch aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens im Jahre 1961 stillgelegt und 1965 abgerissen. Teilweise mehr als 8000 Fahrzeuge passierten die Brücke Ende der 1950er Jahre täglich. Der Schiffsverkehr hatte jedoch Vorrang, so dass sich bei geöffneter Brücke lange Staus bildeten. Ersetzt wurde die Brücke durch den Kanaltunnel, der heute die wichtigste Querung des Nord-Ostsee-Kanals für den Kraftfahrzeugverkehr in Rendsburg darstellt.

Die Straßendrehbrücke bestand aus zwei Flügeln, die sich auf jeweils einem Pfeiler in unmittelbarer Nähe zum Kanalufer drehten. Insgesamt war die Brücke 164 m lang und 34 m breit. Auf ihrer Fahrbahn war zusätzlich zum Kraftfahrzeugverkehr und einem Gehweg für Fußgänger ein Gleis für die Kleinbahn angelegt.

Weitere Ansicht: Bauteil der Rendsburger Straßendrehbrücke.

Material:
Stahl
Inventarnummer:
9497